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Wanderparadies La Gomera

Viele, die einmal La Gomera bereist haben, kehren immer wieder zurück. Das hat verschiedene Gründe. Einen Aspekt möchte ich in diesem Blog besonders hervorheben: das Wanderparadies.

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Die wild zerfurchte, bizarre Topografie lädt geradezu dazu ein, genussvoll barranco für barranco (Schlucht) zu durchwandern, durch den nebelverhangenen Lorbeerwald zu streifen, auf Felsen zu steigen, die über 1000 Meter aus dem Meer ragen, in üppig blühenden Wiesen zu verweilen, durch Palmenhaine zu schlendern und an einsamen Stränden ein Bad im erfrischenden Atlantik zu nehmen.

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Bei klarer Sicht kann man einen Blick auf die Nachbarinseln Teneriffa, La Palma oder El Hierro werfen. Bei besonders schönem Wetter lässt sich sogar Gran Canaria in der Ferne ausmachen. Oder aber, man steckt auf dem höchsten Punkt der Insel im Nebel, der sich plötzlich lichtet und den Blick freigibt zum 3000 Meter hohen Teide auf Teneriffa – ein unvergesslicher Anblick!

In den vergangenen Jahren wurden die Wanderwege mit grossem Aufwand ausgebaut und beschildert, sodass auch schwierigere Abschnitte gut begangen werden können. Mit sichtlichem Stolz wird einem im Tourismusbüro eine brandneue Wanderkarte in die Hand gedrückt, die alle diese Wanderwege umfasst.

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Neben den gut erschlossenen Wegen gibt es auch immer noch wilde Pfade, die einen gewissen Orientierungssinn, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Lust auf Nervenkitzel erfordern. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Einige Höhenmeter müssen jedoch in den allermeisten Fällen überwunden werden, da diese Insel steil aus dem Meer ragt und wenige flache Stellen bietet.

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Hier möchte ich einige Wanderungen hervorheben, die ich während meiner fünf Besuche auf La Gomera und in den vergangenen zwei Monaten geniessen konnte. Da Bilder in diesem Fall mehr sagen als viele Worte, halte ich für einmal meine Schreibhand etwas zurück und lasse dafür Fotos sprechen. Ich wünsche viel Vergnügen beim Betrachten…

Auf den höchsten Punkt der Insel, den Alto de Garajonay (1487 m), beispielsweise von Chipude (1080 m) über Igualero oder gemütlich von La Laguna Grande (1249 m) aus. Oben steckt man entweder im dichten Nebel oder aber man geniesst eine geniale Fernsicht auf andere kanarische Inseln:

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Spuren vom Brand im Sommer 2012

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im Nebel oder bei prallem Sonnenschein

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Leichte Klettertour auf die steil abbrechende Aussichtsplattform und ehemalige Kultstätte der Ureinwohner Fortaleza de Chipude (1243 m):

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alter Dreschplatz am Fusse der Fortaleza in Pavon

Luftiger Höhenbummel von Arure (795 m) nach La Mérica (658 m) zu meinem persönlichen Baumhelden, der sich dort an der Spitze eines 600 Meter steil abfallenden Felsens eingewurzelt hat. Von dort kann man direkt hinunter ins Valle Gran Rey (0 m) wandern:

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Lockere Halbtagestour durch den idyllischen Barranco de Aurure bei El Guro (153 m) zum Wasserfall (312 m):

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Abendspaziergang in Valle Gran Rey von La Playa aus über Lavasteine, vorbei an einer der seltenen natürlichen Salzwiesen Charco del Cieno bis zur Playa del inglés – im Angesicht eines unvergesslichen Sonnenunterganges:

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Gemütlicher Streifzug durch den moosbewachsenen Lorbeerwald bei Raso de la Bruma, Las Creces und Las Hayas (ca. 1000 m), wo man versucht ist, nach Gnomen und Zwergen Ausschau zu halten. Tipp: Einkehr in der legendären Casa Ifigenia in Las Hayas:

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Seniora Efigenia (zweite von links)

kocht seit 5 Jahrzehnten immer ein- und dasselbe Menü

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Ruhige Genussrunde von Chipude (1080 m) über Ermita de Guadalupe (771 m) bei Gerián zur lieblichen Alm La Matanza und wieder zurück nach Chipude:

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Verschiedene Wege führen vom Valle Gran Rey (0 m) oder Lomo de Balo (438 m) hinauf zum Töpferdorf El Cercado (1033 m) oder nach Chipude (1080 m), wo man sich in einer Bar mit typischen, gomerischen Spezialitäten belohnen kann:

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Aussichtsreicher Höhenweg von der Süsswasserquelle bei Chorros de Epina (833 m) durch Palmenhaine zur Ermita Santa Clara (735 m) und Genussabstieg nach Vallehermoso (180 m):

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Spektakuläre Schluchtwanderung durch den Barranco de Guarimiar (370 m) hinauf nach Imada (870 m), die nicht zu Unrecht den Beinamen „Dolomitensteig“ trägt:

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Durch den nebelverhangenen, märchenhaften Bosque del Cedro (1352 m) nach Hermigua (250 m.) im Norden der Insel oder – als Rundwanderung – nach La Zarcita (1167 m.):

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P1040862 Zwillingsfelsen in Hermigua

P1010805 Richtung La Zarcita

Gemütlicher Ab- und Aufstieg zwischen Degollada de Peraza (946 m), La Laja (548 m) und Degollada de Agando (1077 m) mit Sicht auf den majestätischen Teide auf Teneriffa und die imposanten Roques de Ojila, de la Zarcita, de Carmona und de Agando, über die häufig in einem Affenzahn dicke Nebelschwaden ziehen:

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Erste, kurze Erkundungstour in den wildromatischen Barranco de Argaga, wo kürzlich leider wieder ein Toter geborgen werden musste:

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Kurzer Abstecher zum grössten Drachenbaum Gomeras bei Agalán (802 m):

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Calima (Wüstenwind) verdunkelt die Sonne

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Von Arure (811 m) entlang einer imposanten Felswand mit Blick auf das Teteleche-Gebirge hinunter ins Palmendorf Alojera (258 m), und weiter zur Playa de Alojera (0 m) – bei klarer Sicht mit Blick auf La Palma

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Über den uralten Köhlerpass Las Carboneras (862 m) zwischen Hermigua und San Sebastian:

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Aussichtsreiche Küstenrundtour bei Hermigua (102 m) über El Moralito, Las Casas del Palmar (310 m) und Playa de La Caleta, inklusive Abstecher zu Las Salinas und Muelle San Lorenzo – den Teide auf Teneriffa immer schön im Visier:

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Sonnenaufgang in Hermigua

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© Text und Fotos: Barbara Sorino

Hinweis: Weil es auf La Gomera noch keine leistungsstarken Internetverbindungen wie zu Hause gibt, musste ich die Fotos stark verkleinern, um sie auf meine Webseite hochladen zu können. Darunter leidet mitunter die Qualität. Ich bitte um Verständnis.

Ich habe mich bei meinen Touren an diesem Wanderführer orientiert:

Klaus und Annette Wolfsperger: „La Gomera – die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 50 Touren“, Rother Bergverlag, 8.Auflage 2011 (Hinweis: Es gibt inzwischen eine neuere Ausgabe mit 61 Tourenvorschlägen. Aufgrund des erwähnten, umfassenden Ausbaus des Wanderwegenetzes auf La Gomera sind die Beschreibungen in der Ausgabe von 2011 nicht mehr ganz aktuell und der Schwierigkeitsgrad hat sich bei manchen Wanderungen verändert.)

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